Flug #UC049

Musik entdecken, Trello lieben und Aufräumen lernen

  • 12. Februar 2016
  • 1:29 h
  • 6 min

Ob die Discover-Funktion beim Musik-Streaming was taugt, warum Trello mal so richtig dufte ist und wie man sich sein Leben mit dem Frühjahrsputz ruinieren kann sind nur einige Fragen, um die es sich bei dieser Beinahekollision dreht.

Follow-up

Erst mal das wichtigste… in den letzten Show Notes hat diese GIF gefehlt:

uc048-wittler.gif

So… nun zum eigentlichen Tagesgeschäft.

Slack Tools

SlackStack - jede Menge coole Slack Tools

Airmail iOS

Airmail ist auf iOS angekommen und großartig. Die App unterstützt Push Notifications für neue Emails und zeichnet sich durch seine extrem hohe Konfigurierbarkeit aus. Es ist fast ein bisschen zu viel, aber man kann es aushalten. Die Settings synchronisieren über iCloud mit der Desktop App (Kostenpunkt: 4.99€.).

Der Fluch der Kollaboration

Sind wir alle dem Kollaboration-Wahnsinn verfallen?

Telestream Cloud

Telestream ermöglicht jetzt auch das Cloud Encoding von Videos. Sehr sehr günstig, wenn man die Kosten eines Mac Mini daneben stellt (bei 30 Minuten pro Woche kommt man auf ca. 20$ / Jahr). Leider ist diese Wolke nicht brauchbar für die kleinen Zwecke, Andreas sieht aber die Verwendung in großen Firmen.

Ergonomische Keyboards übertrieben

Für unsere Freunde des ergonomischen Keyboards:

Patrick’s erstes ist in der Zwischenzeit auch angekommen…

Super excited to play around with my new 40% #mechanicalkeyboard — The Planck by Ortholinear Keyboards.

A photo posted by Patrick Welker (@_patrickwelker) on

… aber auf das ErgoDox EZ muss er noch warten.

Apps dann auch wirklich komplett total deinstallieren

Die Ausflüge den App Store zu debuggen scheint fast schon ein neues Steckenpferd von Andreas zu sein. Die unendliche Geschichte geht weiter, denn manche Apps bleiben selbst nach dem löschen noch auf dem Telefon und erscheinen dann beim Speicher als leeres Icon und heißen Null. Löscht man in der Settings App betroffene Apps, werden diese nach dem Aufruf desselben Bildschirms gleich wieder angezeigt. Der Trick ist sich per Xcode oder iOS Console den Log anzeigen zu lassen während man die App löscht. In der Console erscheint ein Hinweis zur App. Nochmal runter laden, nochmal löschen, weg, mehr Speicher frei.

Tipp per Apple Support Communities.

Tekken 3 Urkunde

Wie wir später noch erfahren werden hat Patrick Frühjahrsputz gemacht. Jetzt kann er endlich belegen, was die westliche Welt schon lange wusste, nämlich, dass er Tekken 3 Champion ist/war.

Day One 2 Release

Day One 2 ist erschienen, aber die Jungs meinen nun leider vollkommen auf Drittanbieter verzichten zu können was den Sync angeht. Das Dropbox, Microsoft und Konsorten mehr Manpower haben, um sich gegen Angriffe von außen abzusichern ist klar. Inwiefern aber eine kleine Indiependentsoftwareschmiede da mithalten kann bleibt fraglich. Einziges Licht am Horizont ist die angekündigte Unterstützung für eine Private-Key-Verschlüsselung.

Wer also den nächsten Welteroberungsplan festhält mittels Day One, sollte vorerst bei Version 1 verweilen.

Music Discovery

Nachdem Andreas in der letzten Sendung noch eine Alternative zum Musik hören gesucht hat, ist er nun mehr oder weniger bei Google Play Music gelandet. Das erlaubt 50.000 Songs für kostenlos und hat noch ein paar nette Features. Es ist wie iTunes, nur viel viel minimaler. Fehlende Tags runter geladener Titel können “automagisch” ergänzt werden. Die iOS App hat ein cooles Feature das in anderen Apps einfach fehlt: bitte lösche den lokalen Cache an Titeln. Das funktioniert relativ gut. Später erhofft er sich mit YouTube RED den ganz großen Mehrwert.

Doch wie findet man nun neue Musik? Im Discovery Mode gibt es da das eine oder andere Hindernis zu überwinden. In Spotify kann man, auch im kostenlos-Modus, prima neue Musik finden. Einfach ein paar Künstlern folgen, oder ein paar Playlisten. Das funktioniert gut.

Für neue Musik empfiehlt er jedoch Soundcloud bzw. Internet Radio. Vor allem durch Internet Radios kann man sehr sehr nieschige Titel finden. Allerdings nur, wenn das jeweilige Radio auch die Tags sendet. Sonst kann man sie höchstens wieder mit Shazam (iOS, Encore, Mac) oder SoundHound (oder ∞) “erkennen” lassen – mit Glück. Patrick empfiehlt noch Radium (iOS, Mac) welches bei ihm das Internet Radio streamt. Bei Andreas macht das TuneIn Radio (TuneIn Radio Pro).

Das Schlusslicht bilden übrigens diese zwei Apps. Musik entdecken ist ein Feature, dass beide Apps groß schreiben (möchten). Man findet dort aber nur abgelutschte Top 100 Listen der, wenn überhaupt, großen Genres. Von weiterer Unterteilung Elektronischer Musik in speziellere Richtungen kann man nur träumen. Schade eigentlich.

Wer also Musik entdecken möchte und einen der neuen, junge, wilden Streamingdienste nutzt, der kann es wie Patrick mit der alten Schule halten: Sucht euch einen Nutzer mit dem gleichen Musikgeschmack aus und folgt ihm oder seinen Playlisten. Alles in allem liefert ein solcher Kurator 10x bessere Ergebnisse als alles andere (auch die kurierten Beats Music bzw. Apple Music Geschichte kann da nicht mithalten).

Ein letzter Nachtrag von Patrick ist noch “Off the Rip”, womit man sich Soundcloud-Lieder runterladen kann, komplett benannt und getaggt (inkl. Artwork).

Eine Ode an Trello

Svens ♥ schlägt nicht nur für den Kamelschutz, sondern auch für Trello. Was er gut findet hat er hier kurz aufgelistet:

  • Kanban
  • Beispiel Boards - was alles mit Trello geht
  • Trello Android und iOS Apps
  • Integrationen: Alfred, Launchbar, URL schemes → Workflow, Drafts, LCP
  • IFTTT und Papier Workflows
  • Power-Ups
  • Trello Gold & Trello Business

Auch Patrick findet immer mehr Anwendungsmöglichkeiten für Trello. Karten sind für die Kollaboration mit anderen ein leicht verständliches Medium, da Bilder und Links integriert werden können und alles schnell umsortiert werden kann.

Trello ist für ihn ähnlich wie visual Bookmarking. Weshalb er aber trotzdem nicht was anderes nutzt: Bei Pinterest kann man nicht umsortieren, eine Markdown Textdatei ist flexibel, aber oft umständlicher (will man Bilder einbinden, diese selbst hosten und dann ggf. später auch wieder löschem). Kurz Trello bietet einfach mehr Vorteile, zudem kann man seine Boards auch teilen oder komplett öffentlich machen.

Patrick hat persönliche Boards, zum Beispiel “Shopping Research” oder “DIY Projekte”, aber auch Familienboards. Vor jedem Urlaub wird eins angelegt, es gibt eins für Haushaltsverbesserungen und ausstehende Reparaturen. Eines der Boards listet alle geplanten Aktivitäten auf nach folgendem Schema:

  1. Checkliste (siehe #UC039 Reisetipps)
  2. Wanderliste
  3. Auflugsziele (global)
  4. Berlin
  5. Berliner Umland
  6. Deutschland

Und die geplanten Anschaffungen werden so fest gehalten:

uc049-trello-shopping.jpg

Aufräumen - Loslassen lernen

Vor einiger Zeit hat Patrick von Marie Kondo erzählt, welche an ihn herangetragen wurde. Deren Mission ist “Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert”. Genau das hat er die letzten Tage gemacht.

Dabei wurde er in ein Wechselbad der Gefühle geworfen. Von ‘Hurra 6 qm mehr Platz’ bis hin zu Verlustangst und Wegwerfscheu war alles mit dabei. Oft sagt man sich “Das ist doch noch gut in Schuss, warum sollte ich das wegwerfen” und man ertappt sich dabei Gründe zu finden, einen Gegenstand doch noch aufzuheben, weil man diesen ja gebrauchen könnte, wenn man endlich mal den Mond betritt in 10 Jahren.

Wie man nun vorgehen kann, zeigt einem die Konmarie Technik. Gefordert ist lediglich Zeit, Stringenz und der Wille ehrlich mit sich zu sein, dann klappt es auch mit dem Ausmisten.

Die Frau Kondo ist etwas kurios und radikal. Es lässt sich nicht wirklich alles praktikabel umsetzen, und so ist angeraten, sich die für einen selbst wichtigen Faustregeln selbst aus diesem Sachbuch rauszusuchen. Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, ob er wie Patrick 95% der Kindheitsfotos wegwirft oder doch lieber alte Scart-, FireWire-, und Fernsehkabel in 5 Kisten behält anstatt auf HDMI zu setzen.

In dem Buch wird zudem noch erklärt, warum man seinen Geschwistern und Eltern nicht sein Eigentum “vererben” soll und warum dieses Vorgehen nur ein Aufschub und keine Trennung ist.

Die Kernessenz ist auf jeden Fall wichtig und richtig gut: Nur Sachen zu besitzen, die einen glücklich machen.

Unsere Picks

  • 7 Days to Die ist ein Zombie Shooter im Minecraft Stil. Und wenn gecraftet werden kann, dann pickt Anreas das. Hier gibt es Sachen zu entdecken und zu bauen, verschiedene Gewehre und Pistolen. Doch 7 Days to Die wird als “Minecraft für Erwachsene” bezeichnet. Viel härter als das Kinderspiel, nicht so blockig, aber nicht minderer Spielspass – wenn du hart genug bist. Es empfiehlt sich den Humble Bundle Store im Auge zu behalten. 22,99€ ist der aktuelle Preis. Auf Steam für PC und Mac. -Sortly • Moving, Organizing and Inventory App hat Patrick geholfen für seine Aufräumaktion doppelt so lange zu brauchen, wie eigentlich nötig gewesen wäre. Mittels dieser Anwendung hat der Gute nämlich minuziös alles erfasst, getaggt und in Ordner verschoben was sich in seinem Besitzt befinden. Da man bei Sortly auch Fotos und Videos machen kann, bietet sich einem die Möglichkeit auch die Nadel im Heuhaufen wiederzufinden. Fotos können auch mit Pfeilen versehen werden (“Kiste ganz hinten unter dem Weihnachtsintimschmuck”) und Kisten können beim Umzug mit einem QR-Code versehen werden (so das man auf einem Blick weiß, was dort eigentlich drinnen ist).
  • Neben “The Chickening” pickt Sven auch Meditation minus Esoterik!. Headspace ist ein extrem gutes Programme zur Entwicklung von Achtsamkeit, Ruhe und Übersicht im Bewusstsein. Nicht nur das Programme und der Sprecher (English), sondern auch die App selbst sind sehr gut gemacht. Einstieg kostenfrei, nach dem 10-teiligen Einführungskurs dann entweder Monats- (12.95 US$) oder Jahresabo (94.99 US$). Patrick’s Kurzresümee findet ihr hier:

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