Flug #UC035

Die Welt der Backups

  • 31. Juli 2015
  • 1:26 h
  • 7 min

Beim Übercast wird selbst die Blackbox doppelt und dreifach gesichert. Wie das mit den Backups denn so im Detail geht, muss und soll heute im Cockpit besprochen werden.

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Überbleibsel

Blog mit Kirby und Gittower bauen

Wie man einen eigenen Kirby Blog mit Git und Tower aufsetzt:

Design & Develop Your Own Blog

Wer mehr zu Tower oder Kirby wissen will, der sollte sich noch einmal unsere beiden vergangenen Flüge mit den jeweiligen Entwicklern anhören:

Kurz-Tipp: Watch YouTube with VLC

Die binary für die Kommandozeilenbenutzer haben wir ja schon hier vorgestellt. Anwendungszweck war unter anderen Tutorials runterzuladen, damit man sie in schnellerer Geschwindigkeit abspielen kann.

Erst heute ist Patrick eingefallen, dass das ja auch mit der verlinkten LaunchBar Action geht. Gutes Teil, vor allem weil man vom VLC Fenster die Größe anpassen kann und es “floaten” kann, so dass es über allen anderen Fenster schwebt: Watch YouTube with VLC.

Überschallneuigkeiten

Der Emo-Ring

Extra für euch hat Sven wieder tief in der Schundkiste gewühlt und tatsächlich noch ein Gadget aus dem Internet gekramt: Moodmetric – Smart Jewelry for Emotional Wellbeing.

Falls ihr also gewillt seid auszuprobieren, ob sich die emotionale Reise, die euer Leben unabstreitbar ist, sich als trackbar erweist, so gibt es hier unsere bedenkliche Empfehlung. uc035-mood.jpg

Wearable

Das Elektro-Ganja Wearable für gute Laune hat Sven ebenfalls im Gepäck. Für $299 könnt ihr das Abo bei eurem lokalen Rastaman kündigen und euch ein stimulierendes High holen. Wer süchtig wird darf für $20 5 Elektrostrips nachordern. Die halten bei Make-up oder Sonnencreme nur 1x, wer trocken und sauber ist, kann die Dinger 3x benutzen.

Deep Dreamer

Realmac Software hat nun eine Software für Googles Deep Dream draussen: Deep Dreamer. Wer also einen alten Mac hat und Patrick’s in der letzten Folge verlinkte Skripte damit nicht zum laufen bringen kann, der hat jetzt die Chance eine GUI zu nutzen.

Wenn man eine Grafikkarte mit mehr als 256 MB hat und einen Rechner der schneller ist als ein 2008er Mac Pro, so kann man auch noch mehr aus den Bildern rausholen. Seid gewarnt… der Spaß dauert ewig.

uc035-deepdreaming.jpg Link zum Originalbild

Keyboard Maestro 7.0

Die Lieblingsapp von Andreas und Patrick gibt es nun in Version 7. Tröten und Fanfaren bitte.

Über-Backups

Ein Zwischenstopp in der letzten Episode war nicht genug, nun muss eine Punktlandung her. Destination: Backups.

Datenübersicht nach Priorität

Das die wichtigsten Daten als erstes, öfters und mehrfach ein Backup erfahren liegt irgendwie in der Natur der Dinge. Grundvoraussetzung für die hier besprochenen Backup-Modelle ist, dass diese encrypted sind, was sich meist in der jeweiligen Software konfigurieren lässt.

Bei Patrick ergibt sich aus den vier Festplatten die in den alten Mac Pro passen folgende Hierarchie:

  1. Bilder
  2. Bootbare Hauptpartition
  3. Arbeitsdateien/Projekte
  4. Notizen, Skripte, dotfiles
  5. Musik
  6. Heimvideos
  7. NAS

Sven hat seinen Laptop wo neben dem Synology NAS alles drauf passt. Das heiligste ist bei ihm ebenfalls Fotos, die dicht gefolgt von real-time Backups der Arbeitsdokumente (Präsentationen und Texten) ist. Weiterhin wichtig ist im der ~/.ssh und Schriften.

Einfach die komplette Festplatte klont sich Andreas zu einem Backup. Eine gute Entscheidung, den bei einem Laptop geht das problemlos und alle seine aktuellen Arbeitsdateien hat er auch auf dem Gerät gelagert statt auf einer externen Festplatte.

Lokales Backup

Time Machine

Bei den lokalen Backups steht bei vielen Time Machine von Apple als Hauslösung ganz vorne. Um alles schon schmal zu halten gibt es hier eine Anregung zum Entschlacken der Time Machine Backups:

Sven und Patrick haben zusätzlich zum lokalen Backup auch die TimeMachine mit ihren NAS gekoppelt. Synology macht es einem hier einfach, da diese Funktion nativ unterstützt wird.

SuperDuper! und Carbon Copy Cloner

Sven schwört nach wie vor auf das kostenlos nutzbare SuperDuper. Wer mehr Power will, z.B. bootbare Backups, der kann auf die Vollversion upgraden.

Zur Konkurrenz, Carbon Copy Cloner (CCC) übergelaufen ist derweil Patrick. CCC unterstützt scheduling von Backups, mehrere Ordner und kann nach Beendigung eines Backups gleich das nächste anfangen.

Früher hat sich Patrick per rsync beholfen (und diese Skripte mit Lingon X gestartet), aber manchmal ist eine GUI doch ganz gut und schön. Kurz: CCC macht alles was er will und ist dabei sehr übersichtlich. Was er genau will ist das hier:

  1. Eine bootbare Partition per Hauptpartition erstellen und auf einer anderen Partition sichern (2x pro Woche)
  2. Eine bootbare Partition per Hauptpartition erstellen und auf dem NAS speichern (1x pro Woche)
  3. Projekte, Bilder, Notizen, Skripte und .dotfiles auf dem Nas speichern einmal die Woche
  4. Musik + Videos + Archiv von Projekten (Design, Web, Audio, …) ebenfalls auf dem NAS sichern

Bei der letzteren Aufgabe hat er sich bewusst für eine einseitiges Backup, also den “ich schubse selbst” Modus entscheiden anstatt eine Sync Lösung wie z.B. Dropbox, BitTorrent Sync oder den hervorragende Cloud Sync von Synology. Bei einem Sync wird immer auf zwei Seiten gearbeitet und über die eine Seite hat man keine wirkliche Kontrolle (Stichwort: Fehler oder ungewollte Löschungen direkt mitsyncen).

Dropbox hat hier mit der Packrat Option eine super Zusatzsicherung. Ohne die Option kann man nur 1 Monat Dateien wiederherstellen, mit der kostenpflichtigen Option kann man ein ganzes Jahr an Revisionen wieder aus dem Mülleimer zaubern. Auch BitTorrent Sync hat ein Archiv, welches über einen beliebigen Zeitraum gelöschte Daten aufbewahrt (je nachdem was man in den Einstellungen angibt). Doch ein Sync bleibt halt ein zweischneidiges Schwert und ist nicht das Gleiche wie ein Backup.

Weitere Sync Lösungen:

Wie lange hält ein Festplatte

Backblaze stellt euch einen guten Überblick bereit, warum es Sinn macht ein Festplatte regelmäßig auszutauschen.

Im Schnitt halten 80% der klassische HardDisks 4 Jahre lang. Blackblaze empfiehlt eine HD maximal 6 Jahre im Einsatz zu behalten.

Andreas kauft ganz pragmatisch immer, wenn der Rechner ausfällt. Die alten Festplatten nutzt er auch noch als Archivfestplatten für seine Projekte. Patrick tut es ihm gleich und hat zur sporadischen Überprüfung und schnelle Backupmaßnahmen eine Freecom Hard Drive Docking station.

Zwei Mal war bei Herr Welker schon Not am Manne und die Festplatte ist Patrick kaputt gegangen. DiskWarrior war hier der Ritter in strahlender Rüstung, welcher ihm bisher jedes Mal geholfen hat. Die App ist mit $120 nicht ganz billig, aber macht sich Notfall umgehend bezahlt.

Network Attached Storage (NAS) als Backup

Sven und Patrick schwören auf Synology. Dies kommt wohl daher, dass das linuxbasierte Betriebssystem zum Einen hochgradig konfigurierbar ist und zum Anderen von Haus aus eine saubere und durchdachte Benutzeroberfläche bietet mit guten Apps liefert.

Beim Nas kann je nach Anzahl der Festplatten und gewählten Raid-Modus, eine oder zwei Festplatten ausfallen und alles läuft immer noch wie am Schnürchen.

Sven hat konstant eine externe Western Digital Red am NAS kleben, auf welche er mit einer Synology App Backups vom NAS selbst überspielt. Die Red-Serie zeichnet sich übrigens dadurch aus, dass sie geeignet ist für einen 24/7 Betrieb. Beide Piloten nutzen ganz vorbildlich ausschließlich die roten Dauerbrenner in ihrem NAS.

Pilot Patrick klemmt nur 1x im Monat externe Festplatten an und lässt die neuste Version aller Backups (also auch Musik und Videos) auf diese überspielt. Das alles natürlich encrypted als Disk Image. Die vielen Ordner werden von CCC gut gehandhabt, aber da es über das Netzwerk läuft ist es ein sehr langwieriger Prozess.

Das war es auch schon zum Thema redundante Backups DAHEIM.

Sven selbst sichert seine Synology auch noch einmal. Patrick noch nicht.

Cloud Backups

Klassische Cloud Backup Dienste:

Alternative Strategien: Um ein kostengünstiges off-site Backup außerhalb der heimischen vier Wände ohne monatliche Kosten zu haben bietet sich aber auch BitTorrent Sync oder der Transporter von Connected Data an.

Für Heimvideos, Musik und restliche Backups nutzt Patrick Copy.com. Unwichtige Dateien landet dort direkt nackt und wichtige werden verschlüsselt mit CCC als Ordner kopiert (quasi ein Sync). Möglich ist das ganze durch ExpanDrive, welches viele Cloud-Dienste (auch mehrere Instanzen) als Festplatte mounten kann auf eurem Mac.

BitTorrent Sync

Gut, günstig, schnell selbst bei großen Dateien. Das ist der BT Sync, und genau das gefällt Andreas auch so daran. Er stellt seinen Firmensetup vor und ist begeistert von dem Instant-Sync.

Sonstige Strategien

Bilder

Für seinen Bilder Backups nutzen Patrick Dropbox, Google Photos und zurzeit noch Flickr. Das gute an Google Photos ist, das man einfach auch noch die Videos dabeihauen kann.

Git auf Uberspace

Uberspace bieten 10 GB zum kleinen Preis. Ein gesonderter Uberspace Account um Code, Webseiten und Skripte versioniert mit Git abzulegen ist somit ideal. So macht es zumindest Patrick. Nebenbei kommen dort auch kleinere Sachen wie Notizen als verschlüsseltes Disk Image drauf. Auf dem Uberspace landen diese mit CCC erstellen und auf dem NAS gelagerten Backups per BT Sync. Also von allem etwas.

Backing up the Cloud

Halb-Esoterische Veranlagungen kann man Sven nicht unterstellen, nur dass er äußerst vorsichtig ist und folgendes Setup hat:

  • Dropbox Backup via Synology
  • Box Backup via Synology
  • Lokale Instanzen via TimeMachine
  • Backup der lokalen Kopie von Evernote
  • iCloud Drive Backup

CloudPull kann im übrigen Google Drive Dateien runterladen, so dass hier auch ein Backup möglich ist.

Backup von iOS Geräten

Der Hinweis zum Schluss. iTunes kann ein encrypted Backup herstellen, welches im Gegensatz zum iCloud Backup alle eure Nutzereinstellungen speichert, so dass ihr euch nicht überall noch einmal auf’s Neue anmelden müsst.

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